Das Linsenauge

 

 

Das Auge liegt eingebettet in einem Fettpolster in der knöchernen Augenhöhle.
Ohne die Anhangsorgane  Tränenapparat, Augenmuskeln Bindehaut und Augenlider
wäre das Linsenauge allerdings nicht oder nur sehr eingeschränkt funktionsfähig.

Wenn man vom Auge spricht ist zumeist der Augapfel gemeint. Bulbus Oculi (lat) oder Ophtalmos (griech).
Anteil des Auges ist der Sehnerv der die eingehenden Bildinformationen ans Gehirn weiterleitet , wo sie dann verarbeitet werden.
 
Aufbau des Auges:
 
 
 
Datei:Eye scheme.svg 
 
Der Augapfel besteht aus drei Häuten die auch das Großhirn umkleiden, quasi eine Fortsetzung der Hirnhäute.Das Auge ist entwicklungsgeschichtlich ein Hirnteil.(Ektoderm)
a)
Die äußere Haut des Augapfels ist die undurchsichtige weiße Lederhaut die im äußeren vorderen Bereich in die durchsichtige  Hornhaut übergeht.
Die Lederhaut schafft die feste Form des Augapfels und ist wie ein Skelett das allerdings nicht zerbrechlich ist. Die durchsichtige Hornhaut bricht als erstes das einfallende Licht.
Von der gesamten Brechkraft des Auges von 60 Dioptrien entfallen 43 auf die Hornhaut, sie trägt somit den Hauptanteil der Lichtbrechung.Die Linse hat dazu im Vergleich nur eine Brechkraft von 20 Dioptrien bei Ferneinstellung.
Die Hornhaut ist eine Streulinse , die Linse eine Sammellinse
Die Hornhaut ist in der Mitte dünner wie außen.Vorraussetzung , daß die Hornhaut klar bleibt,  ist eine ständige Versorgung zum einen mit Tränenflüßigkeit von außen und zum anderen mit Kammerwasser von innen , das auch die Hornhaut ernährt.
An der Lederhaut setzen auch die äußeren Augenmuskeln an.
b)
 Die mittlere= gefäßführende Aderhaut regelt den Lichteinfall
Dem größten Teil der Lederhaut liegt die Aderhaut (Choridea) an. Auf Höhe der Linse ist die Aderhaut zum Strahlenkörper dem Aufhängeapparat der Augenlinse verdickt. Der Strahlenkörper (Corpus ciliaris) ist für die Produktion des Kammerwassers und Nah und Ferneinstellung der Linse durch entspannen oder zusammenziehen der Ziliarmuskeln zuständig.Das vordere Ende bildet die Regenbogenhaut (Iris).Sie hat sich von der äußeren Augenhaut abgelöst und umgibt als Ringblende das Sehloch (Pupille)
c)
Die innere sensorische Augenhaut: die Netzhaut enthält die lichtempfindlichen primären Sinneszellen
In der Netzhaut liegen Stäbchen für Hell- Dunkelsehen und Zapfen für Farbsehen.
An der Stelle wo der Sehnerv aus dem Auge austritt, dem blinden Fleck,  gibt es kein Sehen.Am gelben Fleck in der Sehgrube dem Gebiet des schärfsten Sehens gibt es nur Zapfen.Man nennt dieses Gebiet auch Makula.
Der Innenraum des Auges enthält den Glaskörper und die Linse. Man unterscheidet vordere und hintere Augenkammer, die durch die Regenbogenhaut abgeteilt wird.In der Augenkammer befindet sich das Kammerwasser, dieses bewirkt eine konstant glatte Wölbung der Hornhautoberfläche, einen gleich bleibenden Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut des Auges, sowie eine gleichmäßige Ausrichtung der Fotorezeptoren auf der Netzhaut. Zudem hält er die stabile Kugelform des Augapfels aufrecht.
 
 
 Die Anhangsorgane
 
 
 
 
 
 
 
Im rechten bzw. linken äußeren Eck der oberen Augenlider liegen die Tränendrüsen die
die ihre Tränenausführungsgänge in der Lidinnenseite befindlichen Bindehaut
haben.Die Bindehaut setzt sich nach einer Umschlagfalte von der Lidinnenseite ins
ins äußere Auge fort.Die Hornhaut ist nicht von der Bindehaut bedeckt.
An den Lidrändern befinden sich die Meibomschen Drüsen die eine ölige Flüssigkeit ins Auge abgeben damit die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet und der Tränenfilm stabil bleibt.
Ebenso befinden sich am Lidrand Wimperndrüsen die Schweiß absondern.
Eine Veränderung der Meibomdrüsen wird Hagelkorn, die der Moll oder Wimperndrüsen Gerstenkorn genannt.
Die Tränenflüssigkeit und der Lidschlag sorgen dafür, daß das Auge ständig feucht ist und eventuell eindringende Fremdkörper aus dem Auge ausgespült werden. Die Tränenflüssigkeit fließt dann an der Augeninnenseite  in die dort  befindlichen Tränenkanälchen in den Tränensack und Tränennasengang in die Nase.
 
Die Augenmuskeln:
 
 
 
Datei:Lateral orbit nerves chngd.jpg 
 
Die äußeren Augenmuskeln setzen, ausser der Lidmuskulatur , an der Lederhaut des Auges  an.
Zu den äußern Augenmuskeln gehören der innere und der äußere gerade Augenmuskel die das Auge Nasen oder Schläfenwärts ziehen.
Der untere und obere gerade Augenmuskel und der untere und obere schräge Augenmuskel treten schräg an das Auge heran.Sie bewegen das Auge nicht nur nach oben und unten sondern zusätzlich nach innen und außen.(Minimal nach vorne und hinten)
Die Äußern Augenmuskeln werden von drei verschiedenen Hirnnerven versorgt.Dem 3.Hirnnerv dem Augenbewegungsnerv, dem 4. Hirnnerv  dem Trochlearisnerv und dem 6.Hirnnerv dem Augenabziehnerv (abducens)
Die Augenlidmuskulatur wird vom 1.Ast des  5.Hirnnerven  dem Drillingsnerv (Trigeminus) versorgt.
Der Sehnerv oder auch 2.Hirnnerv  (opticus) der am blinden Fleck des Auges austritt  kreuzt vor der Hypophyse und endet im Hinterhauptlappe des Großhirns. Die Signale aus dem linken Gesichtsfeld gelangen zur rechten Gehirnhälfte die des rechten Gesichtsfeldes zur linken Gehirnhälfte.
 
Die Entwicklung des Auges:
 
 

Datei:Stages in the evolution of the eye (de).png 
 
Bei vielen Einzellern ist der ganze Zellleib empfindlich für Licht ausgebildet .Vielzeller bilden besondere Zellen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit, die Sehzellen , aus.
Im einfachsten Fall sind die Sehzellen in die Haut eingelagert und über den ganzen Körper verteilt z.B beim Regenwurm. Diese Lichtsinneszellen ermöglichen allerdings nur Helldunkelsehen.
In den eigentlichen Lichtsinnesorganen treten zu den Sehzellen Pigmentzellen.Sie schirmen die Sehzellen einseitig ab.Optische Apparate Linsen blenden usw. sorgen für eine Abbildung der Umweltauf den Sinneszellen.
 
a)      Flachauge                               bei Quallen ,Seesternen und Ringelwürmern nur Helldunkelsehen
b)      Pigmentbecherauge             Strudelwürmer manche Ringelwürmer und Schnecken
 
Es senkt sich der pigmentumhüllte Sehfleck becherförmig ein, dadurch wird das Sehfeld  geringer dafür kann aber die Richtung einer Lichtquelle besser festgestellt werden  
 
 
c)       Vom Becherauge leitet sich die Lochkamera oder Grubenauge ab
       Bei primitiven Tintenfischarten manchen Arten von Würmern und Schnecken.Ein solches Auge
       entwirft schon ein lichtschwaches nicht besonders scharfes Bild auf dem Augenhintergrund.Je    
       enger   das Lichtloch desto lichtschwächer aber schärfer ist das Bild.
 
 
d)      Einfaches Linsenauge:              z.B bei Würfelquallen und manche Gliederfüßer wie z.b Krebse
e)      Hochentwickeltes Linsenauge:  Säugetiere , Tintenfische und Kraken, Vögel
 
Fähigkeit zur Nah und Ferneeinstellung schärferes und helleres Bild
Spezielle Linsenaugen
Facettenauge spezielle Linsenaugen mit vielen Einzelaugen. Insekten
Vorteil gößtes Blickfeldfeld,  zeitliche Auflösung größer bis zu 250 Bilder pro Sekunde
Nachteil kleinere Auflösung
 
Spiegelaugen Hinter der Netzhaut befindet sich eine spiegelnde Schicht,
die die Lichtausbeute erhöht, z.B Hummer und Langusten
 
Reflektierende Schicht hinter der Netzhaut bei nachtaktiven Tieren wie z.B Katzen, Rehe, Schafe und Eulen. Bringt Vorteile für Räuber und Beute.
 
Scheinbar ist die Ausbildung und der Aufbau des  Auges  streng gekoppelt an seine Funktion und hat sich in den unterschiedlichen Elementen Wasser , Land und Luft speziell auf die dortigen Aufgaben eingestellt.
So ist zum Beispiel bei Greifvögeln die Fähigkeit entwickelt, Objekte in einem Bereich der Netzhaut stark vergrößert zu sehen, was insbesondere beim Kreisen in großer Höhe beim Lauern auf Beute vorteilhaft ist.
Beim Augentierchen der Euglena einem Einzeller wird durch einen Augenfleck der in Verbindung mit einer Geißel steht eine lichtorientierte Zielbewegung möglich.
Wenn man davon ausgeht, daß sich das Auge an die Umgebung und die Anforderungen anpasst
liegen scheinbare  Störungen/Konflikte in einer vorübergehenden Änderung der Funktion
um sich auf spezielle Anforderungen einzurichten, oder in einem Funktionsausfall.
Das Auge scheint hier eine auserordentliche Gabe zu haben sich schnell auf veränderte Situationen
Umgebung einzustellen, nicht zuletzt weil es überlebensnotwendig ist. Den Feind oder das Opfer  einen Moment nicht zu sehen entscheidet über  fressen und gefressen werden.
Interessanterweise ist bei den Räubern die Fähigkeit der Nah und Ferneinstellung des Auges ausgeprägter als bei den meisten Fluchttieren, würde auch keinen Sinn machen das Fluchttier in verschiedenen Entfernungen aus dem Auge zu verlieren.
Zusätzlich scheint auch noch ein Zusammenhang zu bestehen zwischen Scharfstellen bezüglich der Hände oder Pfoten im Nahrung an den Mund heranzuziehen zu begutachten und zu bearbeiten.
Beim Eichhörnchen und beim Otter ist die Akkomodation auch besser entwickelt wie z.b bei den Huftieren, was die „Hand zum Mund“ Theorie unterstützen würde.
Beim Menschen und einigen Affen ist die Fähigkeit des Auges Nah und Fern scharf zu stellen auch wichtig um Werkzeuge anzufertigen.
Arme benutzen erfordert eine genaue Einstellung der Augen auf ein Objekt.
Das würde auch das höherentwickelte Linsenauge beim Kraken erklären.
Überhaupt scheint das Auge als Spiegel der Seele, als Tor zu Welt  die unmittelbarste
Begegnung  zwischen innen und außen zu sein.
Es wird in ihm nicht nur die äußere sondern auch die innere Welt abgebildet.
Die strahlenden Augen eines glücklichen Menschen. Der klare Blick bei strahlendem Sonnenschein.
Der trübe Blick eines gekränkten Menschen . Die schlechte Sicht bei bewölktem Himmel.
Das Auge  als „ausgestülpes“ Hirnteil nimmt die Umgebung wahr und steht in enger Verbindung mit dem Gleichgewichtssinn . Speziell beim aufrechtgehenden Menschen , werden ständig alle Muskeln informiert um eine koordinierte Bewegung im Raum zu ermöglichen.
Andere Sinne wie Riech,Hör und Tastsinn optimieren das angemessene Reagieren auf  die Umwelt.
 
Konflikte und Störungen bezüglich des Sehens mit verlängerter Konfliktdauer und Organveränderung
oder Funktionseinbuße:
 
Visuelle Trennungskonflikte: Etwas oder jemanden sehen oder nicht sehen wollen
Verlauf nach dem äußeren Haut- Schema , der biologische Sinn liegt in der aktiven Phase!
Beispiele:
Jemanden aus den Augen verlieren
Jemanden nicht mehr sehn wollen
 Geh mir aus den Augen
Ich glaub ich sehe nicht richtig
 
Bindehaut :           Man verliert jemanden aus den Augen während man schläft
Konflikt aktiv             :      Gewebsabbau( Ulcera) der Augenlider und der Bindehaut, Schuppenbildung
Konflikt gelöst           :      Rötung , Schwellung und jucken der Augenlider und oder der Bindehaut                                                                                
                                           der Mensch wieder zurückgekehrt ist
Biologischer Sinn      :    Der „aus den Augen verlorene“ soll vorübergehen vergessen werden.
 
Hornhaut :     starker visueller Trennungskonflikt
Konflikt aktiv            :      Gewebsabbau( Ulcera) der Hornhaut
Konflikt gelöst          :     Wiederaubau unter Schwellung, Jucken und evtl.vorübergehender      
                                          Hornhauttrübung durch sog.Trachom
Biologischer Sinn     :     siehe Bindehaut
 
Linse:             sehr starker visueller Trennungskonflikt
Konflikt aktiv            :    Gewebsabbau (Ulcera) der Augenlinse
Konflikt gelöst         :    Trübung der Linse wenn ( Mensch ,Tier) wieder da ist sogenannter grauer Star
Biologischer Sinn    :    der sich Entfernende soll länger gesehen werden
 
 
Angstkonflikte:  Angst im Nacken vor einem Räuber oder einer Sache
Verminderung der Sehfähigkeit
Beispiel:
Die Sache verfolgt mich
Ich fühle mich verfolgt
Ich kann jemanden nicht abschütteln
Das geht mir immer noch nach
Jemanden überhaupt nicht mehr sehn wollen aber ihm/ihr immer wieder begegnen müßen
und Angst davor haben
 
 
Netzhaut
 
Angst im Nacken vor einer Gefahr die von hinten droht
Konflikt aktiv            : Einbuße der Sehfähigkeit eines bestimmten Netzhautareals in beiden Augen
                                      verschieden
Konflikt gelöst         : Sehverschlechterung mit vorübergehender Netzthautablösung
Biologischer Sinn    : Ausblenden der Gefahr aus dem Blickfeld nach hinten durch vorübergehende
                                     Verminderung der Sehfähigkeit
Glaskörper
 
Angst im Nacken vor einem Verfolger
Konflikt aktiv          : Teilweise Eintrübung des Glaskörpers um die Sicht nach hinten zu vernebeln=
                                   Grüner Star
Konflikt gelöst        : Rückgang der Glaskörpertrübung  mit Glaskörperödem (Glaukombildung)=                                           
                                    Druckerhöhung im Augeninnern
 
 
Zusätzliche Augenkonflikte die mehr in Richtung Attacke und Selbstwertkonflikt gehen
Auch Konflikt der Sehleistungsfähigkeit:
Ich glaub ich seh nicht richtig
Ich traute meinen Augen nicht
Das kann ja nicht wahr sein was ich da sehe
Du blindes Huhn
Hast du Tomaten auf den Augen
Kannst du mal die Augen auf machen
Kannst du nicht besser hinsehen
Du blickst ja gar nix
Das tut einem ja in den Augen weh
Das war wie die Faust aufs Auge
Man hat eine Sache übersehen und es ist was Schlimmes passiert z.B Autounfall
 
Mögliche Veränderungen: knöcherne Augenhöhle , Augenlider oder im Gefäß und Stützsystem des Auges .
 
Therapie:
Aus neumedizinischer Sicht steht immer die reale Konfliktlösung und die Begleitung der Heilungssymptome im Vordergrund.Gibt es keine Lösung oder nur Teillösungen
wird man versuchen die Einstellung bzw. das Gefühl zur Konfliktsituation also das Gefühl das den Konflikt speist zu erleichtern.
Verbleibende Symptome der Konfliktaktivität wird man  ebenfalls sinnvoll begleiten.
 
Schulmedizinisch stehen die Korrektur durch Augengläser  bei Fehlsichtigkeit und verschiedene medikamentöse und operative Maßnahmen .
Altermative Behandlungsformen sind die Augenübungen basierend auf den Forschungen von William Bates der Anfang des letzten Jahrhunderts wirkte., dieser geht davon aus, daß die Fehlsichtigkeiten beim Auge auch der Astigmatismus ( bedingt durch unterschiedliche Krümmung der Hornhaut)  auf Grund muskulärer Verspannungen im Augenbereich zustande kommt.
Er ging davon aus ,daß sich durch (chronische) Verspannungen der äußeren Augenmuskeln der Augapfel verformt und dadurch die Fehlsichtigkeit entsteht.
Durch spezielle Augenübungen besteht dann die Möglichkeit wieder von der Brille loszukommen.
Wilhelm Reich stellte fest, dass im Rahmen der muskulären Panzerung auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden , er spricht vom Augenblock.
Das bedeutet, dass die Augen im Gefühlsausdruck gehemmt sind, wenn  ein Mensch z.B nicht weinen kann, und dadurch „Schwächen“ des Auges entstehen .
Oder dass ein Kind dem „bösen“  Blick eines Elternteils durch unscharf stellen  entflieht.
 
Und auch bei den Augen gilt, daß „Grundkonflikte“ die kulturell schon vorgegeben sind,
spätere Konfliktschocks begünstigen oder erst ermöglichen  können.
Unter Grundkonflikten verstehe ich die „normale“ Einschränkung  des Gefühlsausdrucks, die dem
Einzelnen von der Gesellschaft auferlegt wird.
Also, daß jeder so ist wie man zu sein hat und nicht wie er/sie wirklich ist.
Heißt, dass wir von Haus aus immer schon im Konflikt stehen mit herrschenden Normen und Verhaltensregeln, und wir lernen müssen und beigebracht bekommen ,uns anzupassen.
Wobei diese Selbstverstellung in den patriarchalischen Gesellschaften stärker ausgeprägt ist ,d.h mehr nötige Härte gegenüber Gefühlen eingefordert wird.
Ein Mensch der nicht im Konflikt mit seinen Gefühlen steht kann schneller auf unerwartete dramatisch akute Ereignisse reagieren und wird eventuelle Verletzungen schneller verschmerzen.